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UNESCO-Welterbe „Obergermanisch-Raetischer Limes“

Das Welterbekomitee der UNESCO hat am 15. Juli 2005 den Obergermanisch-Raetischen Limes als Welterbe anerkannt. Der Limes gehört seitdem zum transnationalen Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches“.

Bei der Jahressitzung des Welterbekomitees der UNESCO am 15. Juli 2005 im südafrikanischen Durban wurde der Obergermanisch-Raetische Limes, eines der größten archäologischen Monumente der Welt, zum Welterbe ernannt.

Bereits seit 1987 gehört der der 118 km lange Hadrianswall in Großbritannien zum Welterbe. Damals hat zum ersten Mal ein Grenzabschnitt des Römischen Reiches diese Auszeichnung erhalten. Mit dem Obergermanisch-Raetischen Limes bildet der Hadrianswall seit 2005 das transnationale Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches“, das auf Position 430 der Welterbeliste platziert ist. Damit haben alle Nationen rund ums Mittelmeer, die über Reste der römischen Grenze verfügen, die Möglichkeit, sich an diesem Welterbeprojekt zu beteiligen. Die ehemalige Grenze des Römischen Reiches verbindet viele Länder und Kulturräume in Europa, Asien und Afrika.

Zwischenzeitlich hat 2008 ein weiterer römischer Grenzabschnitt Welterbestatus erhalten: der Antoninuswall, ebenfalls in Großbritannien gelegen. Für rund 20 Jahre bildete der 60 km lange Antoninuswall, der 160 km nördlich des Hadrianswalles verlief, die Nordgrenze des römischen Britannien.

Bild:
Wall-Graben-System des Antoninuswalles bei Rough Castle (Großbritannien)

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